Schadensersatz verständlich erklärt
Verpasste Beförderung und berufliches Fortkommen
§ 842 BGB erfasst auch Nachteile für das berufliche Fortkommen. Eine verletzungsbedingt verpasste Beförderung kann deshalb eine relevante Schadensfrage sein. Nicht jede denkbare Karrierechance lässt sich aber als sicherer zukünftiger Einkommensstrom behandeln.
Wie konkret war der nächste Schritt?
Hilfreich sind Entwicklungspläne, dokumentierte Beurteilungen, zugesagte Qualifizierungen oder bereits eingeleitete Auswahlverfahren. Es sollte erkennbar sein, welche Position voraussichtlich erreicht worden wäre und welche Voraussetzungen noch offen waren.
Andere Einflussfaktoren berücksichtigen
Betriebliche Umstrukturierungen, Wettbewerb um die Stelle und unabhängige Leistungsanforderungen können die Prognose verändern. Eine nachvollziehbare Berechnung setzt sich mit diesen Umständen auseinander, statt nur das höchstmögliche Zielgehalt fortzuschreiben.
Zeitlich differenzieren
Der Verlust kann in einer verzögerten Beförderung oder in einem dauerhaft versperrten Berufsweg liegen. Das sind unterschiedliche Rechenmodelle. Tatsächliche spätere Aufstiege und Ersatzchancen müssen eingearbeitet werden. Bei noch offener Entwicklung kann eine Absicherung zukünftiger Schäden wichtiger sein als eine sofortige endgültige Summe. Die Unterlagen sollten deshalb sowohl den erwarteten Weg als auch den tatsächlichen Verlauf nach der Verletzung dokumentieren.