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Schadensersatz verständlich erklärt

Dauerhafter Erwerbsschaden nach einer Verletzung

Bleibt die berufliche Leistungsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt, muss der Erwerbsschaden über längere Zeiträume betrachtet werden. Maßgeblich ist der Vergleich zwischen der wahrscheinlichen beruflichen Entwicklung ohne Verletzung und der tatsächlich erreichbaren Einkommenslage. Eine medizinische Einschränkung lässt sich nicht automatisch mit einem identischen Prozentsatz des früheren Gehalts gleichsetzen.

Medizinische und wirtschaftliche Ebene

Befunde beschreiben gesundheitliche Grenzen. Arbeitsmarkt, Qualifikation und konkrete Tätigkeit bestimmen, wie sich diese wirtschaftlich auswirken. Beide Ebenen müssen zusammengeführt werden, etwa wenn eine handwerkliche Tätigkeit nicht mehr, eine andere Beschäftigung aber noch möglich ist.

Verlauf regelmäßig aktualisieren

Umschulung, Arbeitsplatzwechsel, Teilzeitarbeit und Rehabilitation können die Prognose verändern. Dokumentieren Sie Bemühungen und Ergebnisse sowie Gründe, weshalb bestimmte Möglichkeiten ausscheiden. Auch tatsächlich gezahlte Leistungen sind nach Zeitraum zu berücksichtigen.

Rente oder Kapitalbetrag

§ 843 BGB sieht für bestimmte laufende Folgen eine Geldrente vor und enthält Voraussetzungen für eine Kapitalabfindung. Ein endgültiger Kapitalvergleich verlangt eine sorgfältige Bewertung langfristiger Annahmen und Risiken. Lebenserwartung, Erwerbsdauer, Anpassungen und Anspruchsübergänge dürfen nicht durch eine einfache Multiplikation des Monatsverlusts ersetzt werden.

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