Schadensersatz verständlich erklärt
Unentgeltliche Familienhilfe im verletzungsbedingt gestörten Haushalt
Wenn Angehörige nach einer Verletzung zusätzliche Haushaltsarbeit übernehmen, fehlt häufig eine Rechnung. Die Hilfe sollte trotzdem dokumentiert werden. Ihre Unentgeltlichkeit beantwortet nicht allein, ob und wie ein Haushaltsführungsschaden des Verletzten zu bewerten ist.
Vorherige Aufgabenverteilung festhalten
Der ohnehin übliche Beitrag eines Partners ist von zusätzlicher Übernahme zu trennen. Notieren Sie, wer vor dem Ereignis welche Aufgaben erledigte und was sich danach änderte. Eine vollständige Anrechnung sämtlicher Familienarbeit als neue Ersatzleistung wäre regelmäßig zu undifferenziert.
Leistungen und Zeiträume beschreiben
Hilfreich sind konkrete Tätigkeiten, Häufigkeit und Dauer. Auch Unterstützung durch mehrere Personen muss aufeinander abgestimmt sein. Überschneidungen mit persönlicher Pflege oder ohnehin geplanter Betreuung sollten sichtbar werden.
Eigene Ansprüche der Helfer?
Die zusätzliche Belastung eines Angehörigen ist nicht automatisch ein eigener Schadensersatzanspruch in gleicher Höhe. Anspruchsinhaber, Rechtsgrundlage und Bewertungsmaßstab sind gesondert zu prüfen. Ebenso lässt sich ein eigener Verdienstausfall des Helfers nicht ohne Weiteres vollständig übertragen. Eine klare Dokumentation hilft, den wirtschaftlich relevanten Bedarf zu erfassen, ohne freiwillige Unterstützung und rechtlich ersatzfähigen Schaden gleichzusetzen.