Schadensersatz verständlich erklärt
Treppensturz: Baulicher Zustand und Sicherungspflichten
Nach einem Treppensturz sind eine mögliche Gefahrenquelle und der konkrete Sturzablauf zu untersuchen. Eine Treppe ist nicht schon deshalb mangelhaft, weil jemand auf ihr fällt. Beschädigte Stufen, unzureichende Beleuchtung oder andere besondere Umstände können jedoch eine Haftung begründen.
Treppe und Umgebung dokumentieren
Fotografieren Sie Stufen, Kanten, Handlauf, Beleuchtung und mögliche Verunreinigungen. Maßangaben sollten nachvollziehbar sein. Ein einzelnes Detailfoto ohne räumlichen Zusammenhang kann die Gefahr verzerrt darstellen. Bewahren Sie auch Angaben zu Schuhwerk und mitgeführten Gegenständen auf, wenn diese später für den Ablauf relevant werden.
Verantwortungsbereich feststellen
Eigentümer, Betreiber und vertraglich eingebundene Dienstleister können unterschiedliche Pflichten haben. Bei älteren Gebäuden ist die rechtliche Bewertung nicht allein durch den Vergleich mit einer heutigen Neubauvorschrift erledigt. Technische Regeln, tatsächliche Nutzung und erkennbare Risiken sind sachgerecht einzuordnen.
Ursache und Verletzung belegen
Ein Zeuge des Sturzes kann andere Angaben machen als jemand, der erst danach eintraf. Trennen Sie diese Wahrnehmungen. Ärztliche Unterlagen dokumentieren die gesundheitlichen Folgen, beweisen aber nicht automatisch den baulichen Mangel. Beide Beweisbereiche sollten frühzeitig gesichert werden, bevor Reparaturen oder Veränderungen am Gebäude erfolgen.