Schadensersatz verständlich erklärt
Restwert und Verkauf einer beschädigten Sache
Eine beschädigte Sache kann trotz erheblicher Schäden noch einen wirtschaftlichen Wert haben. Bleibt sie beim Geschädigten oder wird sie verkauft, kann dieser Restwert die Schadensberechnung beeinflussen. Er ist von einem bloß theoretischen Angebot ohne realistische Abwicklung zu unterscheiden.
Angebote nachvollziehbar sichern
Bewahren Sie Angaben zum Käufer, Kaufpreis, Gültigkeitszeitraum und zu den Abholbedingungen auf. Transportkosten oder ungewöhnliche Vorleistungen können den tatsächlich erzielbaren Erlös verändern. Bei einem Gutachten sollte erkennbar sein, auf welcher Marktgrundlage der Restwert ermittelt wurde.
Den Verkaufszeitpunkt dokumentieren
Die Reihenfolge von Begutachtung, Versichererschreiben und Verkauf kann rechtlich relevant sein. Ein bereits abgeschlossener Verkauf lässt sich nicht durch jede spätere höhere Zahl automatisch als fehlerhaft bewerten. Umgekehrt sollten konkrete, rechtzeitig vorliegende Hinweise auf eine wirtschaftlich günstigere Verwertung nicht ungeprüft ignoriert werden.
Eigentum und Auszahlung abstimmen
Ein Versicherer wird durch eine Schadenszahlung nicht ohne Weiteres Eigentümer des beschädigten Gegenstands. Prüfen Sie deshalb, ob ein Angebot eine Übernahme, Verwertung oder Abtretung voraussetzt. Kaufvertrag und Zahlungsnachweis gehören zur Schadenakte. Wird die Sache behalten, sollten Sie erklären können, welchen Zustand sie hat und welcher Wert in der Berechnung angesetzt wurde.