Schadensersatz verständlich erklärt
Gewinnausfall durch verspätete oder fehlende Lieferung
Bleibt eine benötigte Lieferung aus, können Folgeaufträge oder Produktion betroffen sein. Für deren Ersatz muss jedoch geklärt werden, welche Lieferpflicht bestand, ob zusätzliche Voraussetzungen wie Verzug erfüllt sind und welcher Gewinn gerade wegen der Lieferstörung entgangen ist.
Termin und Abhängigkeit dokumentieren
Vertrag, Bestellbestätigung und Terminabsprachen bilden den Ausgangspunkt. Zeigen Sie, welche eigenen Leistungen von der Lieferung abhingen. War die besondere Dringlichkeit erkennbar oder mitgeteilt, kann dies für die Einordnung eines ungewöhnlich hohen Folgeschadens wichtig sein.
Ersatzbeschaffung prüfen
Ein rechtzeitig verfügbarer und geeigneter Ersatz kann Verluste begrenzen. Seine Mehrkosten sind mit dem vermiedenen Ausfall zusammen zu betrachten. Theoretische Angebote ohne tatsächliche Verfügbarkeit sind dagegen nicht automatisch eine zumutbare Alternative.
Tatsächliche Folgegeschäfte belegen
Benennen Sie ausgefallene Kundenaufträge, ersparte Kosten und später nachgeholte Leistungen. Pauschale Umsatzrückgänge können auch andere Ursachen haben. Vermeiden Sie außerdem, denselben Nachteil zugleich als vollständigen Gewinnausfall und als durch Ersatzbeschaffung vollständig aufgefangen darzustellen. Vertragsstrafen, Haftungsbegrenzungen und besondere Vertragsregelungen verlangen gegebenenfalls eine zusätzliche eigenständige Prüfung.