Schadensersatz verständlich erklärt
Mehrere Verletzungen: Werden Schmerzensgeldbeträge addiert?
Bei mehreren Verletzungen aus einem Ereignis wird die immaterielle Beeinträchtigung grundsätzlich als Gesamtbild bewertet. Die Beträge aus verschiedenen Tabellenfällen lassen sich deshalb nicht einfach zusammenrechnen. Entscheidend ist, wie sich die Verletzungen und ihre Folgen tatsächlich überlagern.
Wechselwirkungen beschreiben
Eine Beinverletzung kann zusammen mit einer verletzten Hand die Selbstversorgung stärker einschränken als jede Verletzung für sich. Umgekehrt können Behandlungszeiten parallel verlaufen. Beides muss in einer nachvollziehbaren Gesamtdarstellung berücksichtigt werden.
Eine gemeinsame Chronologie hilft
Führen Sie Diagnosen, Operationen, Krankenhausaufenthalte und Einschränkungen in einem zeitlichen Verlauf zusammen. Kennzeichnen Sie, welche Beschwerde wann bestand und welche länger anhielt. Mehrere separate Arztberichte ohne Zusammenfassung erschweren häufig die Einordnung.
Wirtschaftliche Positionen nicht vermischen
Benötigte Haushaltshilfe, Pflege oder Einkommensverluste sind eigenständige materielle Fragen. Sie dürfen nicht unklar in einer Schmerzensgeldgesamtsumme verschwinden. Bei mehreren zeitlich getrennten Ereignissen kommt zusätzlich die Abgrenzung ihrer jeweiligen Folgen hinzu. Dafür können frühere Befunde und Zwischenzustände entscheidend sein. Eine sorgfältige Trennung vermeidet sowohl Doppelzählungen als auch das Übersehen einer besonders belastenden Kombination von Einschränkungen.