Schadensersatz verständlich erklärt
Fehlerhaftes Produkt verursacht Schaden: Ansprüche prüfen
Ein fehlerhaftes Produkt kann Personen verletzen oder andere Sachen beschädigen. Neben vertraglichen Ansprüchen gegen den Verkäufer können Ansprüche gegen den Hersteller bestehen. Das Produkthaftungsgesetz und die deliktische Produzentenhaftung sind dabei unterschiedliche Anspruchswege mit eigenen Voraussetzungen.
Produkt und Fehler sichern
Bewahren Sie das Produkt, Verpackung, Anleitung, Seriennummer und Kaufbeleg auf. Veränderungen oder eigene Reparaturversuche können die Untersuchung erschweren. Dokumentieren Sie die konkrete Verwendung und die entstandenen Schäden. Nicht jede Fehlfunktion beweist bereits einen sicherheitsrelevanten Produktfehler.
Schadensart unterscheiden
Das Produkthaftungsgesetz erfasst Personenschäden und unter besonderen Voraussetzungen Schäden an anderen, privat genutzten Sachen. Der Schaden am fehlerhaften Produkt selbst ist auf dieser Grundlage nicht einfach mit umfasst. Bei Sachschäden sieht das Gesetz zudem eine Selbstbeteiligung von 500 Euro vor. Andere Anspruchsgrundlagen können daneben zu prüfen sein.
Hersteller und Zeitregeln klären
Kennzeichnung, Importeur und Vertriebskette helfen bei der Zuordnung. Für die Geltendmachung gelten besondere Verjährungs- und Ausschlussregeln sowie mögliche Übergangsfragen bei Gesetzesänderungen. Deshalb sollten Herstellungs- und Erwerbszeitpunkt gesichert werden. Eine Rückrufmeldung kann ein wichtiges Indiz sein, ersetzt aber nicht die Prüfung des konkreten Schadensfalls.