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Schadensersatz verständlich erklärt

Stoppt eine Mahnung die Verjährung?

Eine gewöhnliche Mahnung kann für den Zahlungsverzug wichtig sein. Sie hemmt die Verjährung aber grundsätzlich nicht allein dadurch, dass sie rechtzeitig abgesendet oder zugestellt wird. Zahlungsverzug und Verjährung sind unterschiedliche rechtliche Fragen.

Aufforderung und gerichtliche Maßnahme unterscheiden

Ein eigener Brief, eine anwaltliche Zahlungsaufforderung und ein gerichtlicher Mahnbescheid haben nicht dieselbe Wirkung. § 204 BGB nennt bestimmte Maßnahmen der Rechtsverfolgung, an die eine Hemmung anknüpfen kann. Beim Mahnverfahren kommt es insbesondere auf die gesetzlichen Voraussetzungen und die Zustellung an.

Beispiel kurz vor Jahresende

Wer am 30. Dezember eine Forderung per E-Mail an den Gegner schickt, hat damit nicht automatisch den Ablauf einer am Jahresende endenden Verjährung verhindert. Auch eine kurze gesetzte Zahlungsfrist ändert das nicht. Ob andere Hemmungsgründe vorliegen, muss unabhängig davon geprüft werden.

Sinnvolle Vorbereitung

Stellen Sie Anspruchsgrund, Betrag, Zeitraum und Gegnerdaten frühzeitig zusammen. Unklare Adressen oder nicht unterscheidbare Einzelansprüche können eine fristwahrende Rechtsverfolgung erschweren. Wenn die Gegenseite tatsächlich verhandelt, kann § 203 BGB Bedeutung haben; darauf sollte aber nicht ohne Prüfung vertraut werden. Eine Mahnung ist daher ein Mittel der Forderungsbearbeitung, jedoch kein allgemeiner Ersatz für notwendige Verjährungssicherung.

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