Schadensersatz verständlich erklärt
Sturz im Geschäft: Verkehrssicherung und Beweise
Ein Sturz in einem Geschäft führt nicht automatisch zu Schadensersatz. Entscheidend ist, ob eine zumutbare Sicherungs- oder Schutzpflicht verletzt wurde und gerade diese Pflichtverletzung den Sturz verursacht hat. Ein Geschäft muss nicht jede denkbare Gefahr vollständig ausschließen.
Die konkrete Gefahrenstelle sichern
Fotografieren Sie Flüssigkeit, Gegenstände, Bodenbeschaffenheit und Warnhinweise möglichst zeitnah. Notieren Sie Ort, Uhrzeit und Zeugen. Die bloße Feststellung, der Boden sei rutschig gewesen, ist weniger aussagekräftig als eine genaue Beschreibung der Verunreinigung und ihrer Ausdehnung.
Kontrolle und Reaktion untersuchen
Relevant kann sein, wie die Gefahr entstanden ist, wie lange sie bestand und ob sie erkennbar war. Reinigung, Kontrollabläufe und Hinweise an das Personal gehören in die Prüfung. Dass erst nach dem Sturz gereinigt wurde, beweist für sich allein noch nicht sämtliche Haftungsvoraussetzungen.
Verletzung und Folgekosten dokumentieren
Ärztliche Befunde, beschädigte Kleidung, Arbeitsausfall und notwendige Hilfe im Alltag sollten getrennt erfasst werden. Auch ein eigenes Mitverschulden kann im konkreten Fall zu prüfen sein. Lassen Sie sich eine sachliche Unfallaufnahme geben; unterschreiben Sie keine unklare Erklärung, die den Hergang oder offene Ansprüche vorschnell abschließend festlegt.