Schadensersatz verständlich erklärt
Verdienstausfall bei Angestellten nach einer Verletzung
Bei Angestellten wird verglichen, welches Einkommen ohne die Verletzung voraussichtlich erzielt worden wäre und welche Einkünfte oder Ersatzleistungen tatsächlich zugeflossen sind. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung belegt dabei nicht allein die genaue finanzielle Einbuße.
Monatsweise rechnen
Stellen Sie für jeden Monat das erwartete Gehalt und die tatsächlichen Zahlungen gegenüber. Regelmäßige Zulagen, variable Vergütung und besondere Ausfälle sind gesondert zu erläutern. Eine ungewöhnliche Einzelabrechnung sollte nicht unbesehen als Durchschnitt für den gesamten Zeitraum dienen.
Lohnfortzahlung und Krankengeld
Soweit der Arbeitgeber Entgelt fortzahlt oder ein Sozialleistungsträger eintritt, können Anspruchsübergänge zu beachten sein. Derselbe Verdienstausfall darf nicht nochmals vollständig als eigener Zahlungsanspruch verlangt werden. Trotzdem kann eine ungedeckte Differenz verbleiben.
Benötigte Nachweise
Hilfreich sind Arbeitsvertrag, Abrechnungen vor und nach dem Ereignis, Arbeitgeberbescheinigung sowie Bescheide und Zahlungsnachweise der Leistungsträger. Beschreiben Sie auch Änderungen, die unabhängig von der Verletzung eingetreten wären. Bei längerem Ausfall können berufliche Entwicklung und zukünftige Erwerbsschäden hinzukommen. Eine einfache Subtraktion zweier Monatsnettos ist dann nur ein erster Anhaltspunkt, nicht zwingend die vollständige rechtliche Berechnung.