Schadensersatz verständlich erklärt
Schadenspositionen übersichtlich aufstellen
Eine prüfbare Forderung besteht aus nachvollziehbaren Einzelpositionen. Die bloße Gesamtsumme „Schadensersatz 15.000 Euro“ lässt offen, welche Nachteile gemeint sind und welche Unterlagen sie belegen. Eine klare Aufstellung hilft sowohl außergerichtlich als auch bei der Vorbereitung einer Klage.
Sinnvolle Gliederung
Trennen Sie Sachkosten, sonstige Ausgaben, Einkommensverluste und gegebenenfalls immaterielle Ansprüche. Jede Position erhält Datum, Betrag, Beleg und eine kurze Erläuterung des Zusammenhangs mit dem Ereignis. Wiederkehrende Kosten sollten nach Monaten oder anderen einheitlichen Zeitabschnitten gegliedert werden.
Beispiel einer Abgrenzung
Nach einer Verletzung sind Fahrtkosten zur Behandlung etwas anderes als Verdienstausfall. Unterstützung im Haushalt ist wiederum getrennt von persönlichem Pflegebedarf zu betrachten. Dieselbe Tätigkeit oder derselbe Zeitaufwand darf nicht unter mehreren Überschriften doppelt angesetzt werden.
Zahlungen sichtbar zuordnen
Bereits erhaltene Beträge gehören in eine eigene Spalte oder einen gesonderten Abschnitt. Notieren Sie, ob die Zahlung ausdrücklich einer bestimmten Position zugeordnet wurde. Unklare Sammelzahlungen sollten nicht nach Belieben verrechnet werden. Bewahren Sie auch die dazugehörigen Schreiben auf. Eine gute Übersicht zeigt schließlich, welche Schäden beziffert sind, welche noch geschätzt werden und welche zukünftigen Folgen derzeit nicht zuverlässig berechnet werden können.