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Schadensersatz verständlich erklärt

Schadenminderung: Was Geschädigte unternehmen müssen

Geschädigte sollen vermeidbare zusätzliche Nachteile nicht unnötig entstehen lassen. Daraus folgt keine Pflicht, jedes persönliche oder finanzielle Risiko auf sich zu nehmen. Maßgeblich ist, welche Maßnahmen unter den konkreten Umständen zumutbar und erfolgversprechend waren.

Sofortmaßnahmen dokumentieren

Bei austretendem Wasser können das Abstellen der Zufuhr und eine Notabdichtung notwendig sein. Im Betrieb kann eine Ersatzmaschine einen längeren Ausfall verhindern. Notieren Sie, welche Möglichkeiten bestanden, wann sie geprüft wurden und weshalb eine Maßnahme gewählt oder verworfen wurde.

Nicht nachträglich mit Idealwissen bewerten

Eine Entscheidung unter Zeitdruck wird häufig auf Grundlage unvollständiger Informationen getroffen. Wichtig ist deshalb die damalige Informationslage. Ein erst später bekannt gewordenes günstigeres Angebot beweist nicht ohne Weiteres, dass die ursprüngliche Maßnahme unvernünftig war.

Grenzen und Kosten

Erforderliche Aufwendungen zur Begrenzung eines fremdverursachten Schadens können selbst Teil des Ersatzanspruchs sein. Bewahren Sie Angebote, Rechnungen und die Kommunikation mit dem Verantwortlichen auf. Teilen Sie besondere finanzielle Schwierigkeiten mit, wenn eine Vorfinanzierung nicht möglich ist. Verzichten Sie nicht vorschnell auf notwendige Hilfe, um den Schaden optisch klein zu halten; ebenso wenig sollten unnötige Komfortleistungen ohne Bezug zur Schadensbegrenzung hinzugefügt werden.

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